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Aktionsprogramm Kommune

Da geht noch was!

Der Kreis Steinburg wurde als einer von 10 Kreisen ausgewählt am „Aktionsprogramm Kommune- Mehr Frauen in die Politik“ teilzunehmen.

Das Programm zielt darauf ab, den Anteil von Frauen in den kommunalen Vertretungen sowie den Anteil der Bürgermeisterinnen nachhaltig zu erhöhen. Es nimmt nicht nur die Frauen in den Blick. Es   will auch dazu beitragen, strukturelle Veränderungen anzustoßen, welche sich positiv auf die Teilhabe von Frauen und die Akzeptanz und Attraktivität von Kommunalpolitik insgesamt auswirken können. In zwei Durchgängen werden insgesamt 20 Regionen bis Ende 2024 deutschlandweit gefördert. Diese Förderung besteht aus unterschiedlichen Angeboten:

Das Angebot richtet sich an amtierende Bürgermeisterinnen und zielt darauf ab, sie im Amt zu unterstützen und parteiübergreifend miteinander zu vernetzen. Es dient dem Erfahrungsaustausch zur gegenseitigen Unterstützung und Bewältigung von Herausforderungen. Zugleich sind die Bürgermeisterinnen auch Vorbilder für an einer Kandidatur interessierte Frauen und aktuell Kandidierende.

       Kommunaler Frauen Kongress für Bürgermeisterinnen

       Vernetzungs-Workshops für Sprecherinnen der BM-Netzwerke

       Kompetenz-Workshops für Bürgermeisterinnen

       Fachforum

Das Angebot zeigt politisch interessierten oder bereits engagierten Frauen, wie sie in der Kommunalpolitik aktiv werden können. Auf ihrem Weg erhalten sie Unterstützung durch eine erfahrene (Kommunal-)Politikerin und bilden Tandems. Die Mentorin gibt Einblicke in die kommunalpolitische Praxis und macht Lust auf politisches Engagement.

Maßnahmen im Überblick:

       Aufbau einer digitalen, überregionalen Mentoring-Plattform

       Überparteiliches Netzwerk aus 400 engagierten Frauen

       Veranstaltungen & Workshops zum Empowerment und Vernetzung

Die Werkstattgespräche haben zum Ziel, Frauen die ein kommunalpolitisches Interesse haben oder bereits Mandatsträgerinnen sind, zu vernetzen und zur Mandatsübernahme zu motivieren. Gemeinsam werden Engagement hemmende Faktoren identifiziert und Lösungen erarbeitet.

Ziele im Überblick:

       Sichtbarkeit von Frauen erhöhen

       Gute Rahmenbedingungen schaffen

       Demokratie stärken

In jeder Region wird eine Steuerungsgruppe gebildet, welche einen auf die Situation und die Bedarfe vor Ort zugeschnittenen Fahrplan und Maßnahmenkatalog entwickelt.

Die Regionen profitieren zudem von verschiedenen Förder- und Vernetzungsaktivitäten:

       Kick-Off-Sitzung der Steuerungsgruppe mit EAF und dlv

       Vernetzungs- und Beratungsworkshops

       Pro Region 5.000,- Euro für zusätzliche Maßnahmen

Du möchtest Mentee oder Mentorin werden?
Du hast Fragen oder Anregungen?
Dann melde dich bei mir: nobitz[at]steinburg.de

Koordiniert und begleitet wird das Aktionsprogramm Kommune durch eine Steuerungsgruppe. Diese besteht aus: Gleichstellungsbeauftragte, dem Kommunalpolitischen Frauennetzwerk (KopF), Vertretungen der Ämter und Städte und den Fraktionen des Kreises.

Unsere Themenschwerpunkte sind:

Bis Mai:

  • Gewinnung von Mentees und Mentorinnen
  • Öffentlichkeitsarbeit

Mai bis Ende 2022:

  • politische Bildung
  • Frauen als Vorbilder
  • Handreichung für Neupolitiker*innen
  • Jugend im Blick

Mai bis Ende 2022:

  • Schulungsangebote für Politikerinnen
  • Netzwerkarbeit

Ihr Benefit:
•      Alle Materialen werden den Gemeinden zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt
•      Tipps zur Durchführung von Veranstaltungen
•      Methodenkoffer für alle Gemeinden und Fraktionen
•      Steigerung der Attraktivität von Kommunalpolitik 

Demokratie besteht dann, wenn das Volk in freien, gleichen und geheimen Wahlen politische Vertretungen wählen kann. Noch vor gut hundert Jahren war für die Hälfte der deutschen Bevölkerung eine politische Partizipation nicht möglich. 1919 durften Frauen erstmals in Deutschland wählen und gewählt werden. Rund 300 Frauen kandidierten, 37 zogen als Abgeordnete in die deutsche Nationalversammlung ein.

Bereits im Jahr 1909 wurde in den USA für das Frauenwahlrecht demonstriert. Ein Jahr später gingen erneut Frauen auf die Straße und die Idee eines Frauentags war geboren. Diese Welle schwappte 1910 auch nach Europa. Nachdem auf der Frauenkonferenz in Kopenhagen mehrheitlich für die Etablierung eines Frauentags gestimmt wurde, fand dieser 1911 erstmals in Deutschland statt. Dieser Tag unterstreicht bis heute den Kampf für Frauenrechte und erinnert an den beschwerlichen Weg zur politischen Partizipation für Frauen.

Bis heute ist das Thema Frauen und Politik aktuell. Im Deutschen Bundestag liegt der Frauenanteil bei 34,7 Prozent. Im Schleswig-Holsteinischen Landtag sind von 73 Abgeordneten 23 Frauen vertreten. Im Kreis Steinburg liegt der Frauenanteil in den Städte-und Gemeindevertretungen bei 22,7 Prozent und im Kreistag bei 26 Prozent. Insgesamt haben wir im Kreis Steinburg 17 ehrenamtliche und keine hauptamtliche Bürgermeisterin.

Diese Zahlen zeigen, dass die Forderung nach politischer Partizipation nach wie vor gilt. Wir brauchen mehr Frauen in der Politik. Deswegen hat sich der Kreis Steinburg für das Bundesweite Aktionsprogramm Kommune „Mehr Frauen in die Politik“ beworben und den Zuschlag bekommen.

Das Programm zielt darauf ab, den Anteil von Frauen in den kommunalen Vertretungen sowie den Anteil der Bürgermeisterinnen nachhaltig zu erhöhen. Es nimmt nicht nur die Frauen in den Blick. Es   will auch dazu beitragen, strukturelle Veränderungen anzustoßen, welche sich positiv auf die Teilhabe von Frauen und die Akzeptanz und Attraktivität von Kommunalpolitik insgesamt auswirken können. In zwei Durchgängen werden insgesamt 20 Regionen bis Ende 2024 deutschlandweit gefördert. Diese Förderung besteht aus unterschiedlichen Angeboten von der Etablierung eines bundesweiten Bürgermeisterinnennetzwerks bis zur regionalen Beratung zur Verbesserung struktureller Rahmenbedingungen von Sitzungen.

Um vor Ort eine politisch getragene Arbeitsgrundlage zu schaffen, konnten alle Fraktionen des Kreistags sowie alle Städte und Ämter eine Person für die Arbeit in einer zentralen Steuerungsgruppe benennen. Diese Steuerungsgruppe tagt regelmäßig und arbeitet an unterschiedlichen Maßnahmen zur Gewinnung interessierter Frauen für die Politik.

Gerne möchten wir Ihre Meinung hören: Haben Sie Wünsche oder Vorschläge für konkrete Aktionen/Veranstaltungen in Ihrer Gemeinde? Haben Sie eigene Ideen, wie Sie sich an dem Aktionsprogramm beteiligen möchten und brauchen Unterstützung? Kennen Sie Frauen, die Interesse haben sich über die Arbeit im politischen Ehrenamt zu informieren? Möchten Sie sich anderweitig einbringen oder Informieren? Dann melden Sie sich gerne unter: nobitz@steinburg.de  Telefon: 04821/ 69 373.

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