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Eingliederungshilfe für behinderte Menschen

Eingliederungshilfe für behinderte Menschen

Aufgabe der Eingliederungshilfe ist es, behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern, ihnen die Ausübung eines angemessenen Berufs oder einer sonstigen angemessenen Tätigkeit zugänglich zu machen und/oder ihre Unabhängigkeit zu fördern.

Hilfeleistungen sind möglich als:

  • ambulante Maßnahmen
  • teilstationäre Maßnahmen
  • stationäre Betreuung

Bitte beachten Sie, dass die Leistungen der Sozialhilfe (auch Eingliederungshilfe) nachrangig sind; d. h., Sie müssen zunächst Leistungen anderer vorrangig Verpflichteter wie z. B. des Rententrägers, der Kranken-und Pflegekasse oder auch der Agentur für Arbeit in Anspruch nehmen.

Ihre Gesprächspartner/innen in der Eingliederungshilfe erreichen Sie über den Unterpunkt "Ansprechpartner" am rechten Seitenrand.

Ambulante Maßnahmen

Menschen mit Behinderungen, die in einer eigenen Wohnung leben und Probleme mit der Alltagsbewältigung haben, können einen Antrag auf ambulante Betreuung stellen. Damit soll den Betroffenen ein weitgehend eigenständiges Leben ermöglicht werden. Hilfe ist denkbar z. B. für die unmittelbare Alltagsbewältigung bis hin zur selbstbestimmten Lebensgestaltung und Lebensplanung.

Ob wir den Wunsch/Antrag auf ambulante Betreuung im eigenen Wohnraum unterstützen können, hängt von bestimmten Voraussetzungen ab, z. B.:

  • Wie hoch ist das Einkommen und Vermögen des Betroffenen?
  • Welche gesundheitlichen Einschränkungen liegen vor?
  • Ist die ambulante Betreuung die passende Hilfeform?

Um diese Sachverhalte zu klären, möchten wir uns gerne vorab mit Ihnen/dem Betroffenen zu einem persönlichen Gespräch verabreden.

Mögliche Themen sind:

  • aktuelle Lebenssituation/der Alltag
  • persönliche Geschichte
  • persönliche Schwierigkeiten
  • eigene Stärken
  • Wünsche und Pläne für die Zukunft
  • unser Antragsvefahren und die notwendigen Formulare
  • Information über andere Hilfsangebote
  • etc.

Wenn es für Sie/den Betroffenen hilfreich ist, nutzen Sie gerne das an dieser Stelle hinterlegte Info-Blatt zur Vorbereitung auf das Gespräch. Ferner können Sie/die Betroffenen einen vertrauten Menschen als Begleitung zum Gespräch mitbringen.

Ihre Gesprächspartner/innen im Rahmen der Erstberatung für ambulante Maßnahmen erreichen Sie über den Unterpunkt "Ansprechpartner" am rechten Seitenrand.

Einen Antragsvordruck finden Sie hier.

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Teilstationäre Maßnahmen

Menschen mit Behinderung haben mitunter Schwierigkeiten, eine Struktur zur Bewältigung der täglichen Abläufe zu finden. Hier gibt es die Möglichkeit, mit teilstationären Maßnahmen zu unterstützen. Eine teilstationäre Betreuung ist zeitlich intensiver als die ambulante Betreuung im eigenen Wohnraum, aber nicht so umfassend wie eine stationäre Unterbrinung, z. B. in einer Klinik. Die Betreuung umfasst vor allem die Strukturierung des Alltags in Form von Beschäftigung, die Stabilisierung sozialer Kompetenzen, Kontaktfindung und Freizeitgestaltung.

Kennzeichnend ist eine zeitliche Beschränkung auf Maßnahmen, die tagsüber aufgesucht werden oder aber nur einen Teil des Tages umfassen. Im Kreis Steinburg gibt es eine Vielzahl von Angeboten, die genutzt werden können.

Welche Maßnahmen es gibt und ob eine solche Maßnahme für Sie/einen Betroffenen in Frage kommt, klären wir gerne mit Ihnen zusammen.

Dabei ist wie bei einer ambulanten Maßnahme wichtig:

  • Wie hoch ist das Einkommen und Vermögen des Betroffenen?
  • Welche gesundheitlichen Einschränkungen liegen vor?
  • Ist die teilstationäre Betreuung die passende Hilfeform?

Ihre Gesprächspartner/innen im Rahmen der Erstberatung/Hilfeplanung für teilstatonäre Maßnahmen und der Eingliederungshilfe erreichen Sie über den Unterpunkt "Ansprechpartner" am rechten Seitenrand.

Einen Antragsvordruck finden Sie hier.

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Stationäre Betreuung

Wer aufgrund einer wesentlichen oder drohenden wesentlichen Behinderung nicht in der Lage ist, -auch mit Hilfe von anderen Personen - im eigenen Wohnraum zu leben, kann in einer stationären Einrichtung für Menschen mit Behinderungen betreut werden. Kostenträger für eine solche Maßnahme sind die Reha-Träger, wozu auch das Sozialamt zählt.

Wer zuletzt seinen Wohnsitz im Kreis Steinburg hatte und nun in einer stationären Einrichtung betreut werden soll/möchte, kann einen Antrag auf Übernahme der Kosten beim Sozialamt stellen.

Ob wir den Antrag unterstützen können, hängt wiederum von bestimmten Voraussetzungen ab, u. a.

  • ist die gewünschte Unterbringung die für Sie passende Hilfeform?
  • sind evtl. andere Reha-Träger zuständig (Rententräger, Kranken- und Pflegekassen, Unfallkasse, oder auch die Agentur für Arbeit)?

Bitte setzen Sie sich daher vor Aufnahme in die Einrichtung mit uns in Verbindung.

Ihre Gesprächspartner/innen im Rahmen der Erstberatung/Hilfeplanung für vollstationäre Maßnahmen und der Eingliederungshilfe erreichen Sie über den Unterpunkt "Ansprechpartner" am rechten Seitenrand.

Einen Antragsvordruck finden Sie hier.

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Heilpädagogische Leistungen für Kinder

Kinder mit bestehenden oder drohenden Behinderungen können mit heilpädagogischen Leistungen im Rahmen der Eingliederungshilfe gefördert werden. Hierfür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Mobile ambulante Frühförderung
  • Ambulante heilpädagogische Förderung in Kindertagesstätten
  • Förderung in einer bestehenden Integrationsgruppe
  • Förderung durch Einzel-Integration in einer Elementargruppe
  • Förderung in einer heilpädagogischen Kleinguppe

Ob und ggf. welche Leistung für ein Kind geeignet ist, wird im Rahmen eines Hilfeplanverfahrens ermittelt. An diesem Verfahren wirken neben den Eltern und der Frühförderstelle verschiedene Stellen der Kreisverwaltung zusammen. Dazu ist ein Antrag beim Sozialamt - gerne zusammen mt der Frühförderstelle, Tel. 04821/13 58 80 - zu stellen. Die hierfür erforderlichen Vordrucke erhalten Sie auf Nachfrage. Den ausgefüllten Antrag senden Sie uns bitte mit den erforderlichen Anlagen unterschrieben zu. Die heilpädagogische Leistung für Kinder ist einkommens- und vermögensunabhängig. Lediglich wenn das Kind an der Mittagsverpflegung teilnimmt, wird ein Kostenbeitrag erhoben.

Einen Antragsvordruck für diese Maßnahmen finden Sie hier.

Zusätzlich gibt es im Kreis Steinburg die Fördermaßnahme "Komm & Sprich" für Kinder, bei denen eine intensive Sprachbehinderung festgestellt wurde.

Weitere Informationen zu diesem Projekt erhalten Sie auf der Seite des Amtes für Kommunalaufsicht, Schulen und Kultur des Kreises Steinburg (Unterpunkt: Besondere Schulprojekte).

Einen Antragsvordruck finden Sie hier.

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Mehlert (Tel. 04821/69 408) zur Verfügung.

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Schulbegleitung

Die rechtlichen Grundlagen für den Schulbegleiter sind in § 54 SGB XII geregelt. In § 54 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB XII ist bestimmt, dass zu den Leistungen der Eingliederungshilfe auch "Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung, vor allem im Rahmen der allgemeinen Schulflicht" zählen. Die Hilfe umfasst danach heilpädagogische sowie sonstige Maßnahmen der Schulbildung zu Gunsten behinderter Kinder und Jugendlicher, wenn die Maßnahmen erforderlich und geeignet sind, dem behinderten Kind oder Jugendlichen eine im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht üblicherweise erreichbare Bildung zu ermöglichen.

Zuständig für die Übernahme der Kosten der Schulbegleitung sind die Sozialämter. Eltern mit Wohnsitz im Kreis Steinburg, die eine Schulbegleitung für ihr Kind benötigen, müssen beim Kreissozialamt des Kreises Steinburg einen formlosen Antrag auf Übernahme der Kosten einer Schulbegleitung stellen.

Empfehlenswert ist es, den Antrag möglichst frühzeitig zu stellen und bereits im Antragsschreiben den besonderen Hilfebedarf uns gegenüber darzulegen. Zur Begründung der Erforderlichkeit einer Schulbegleitung sollten vorab unbedingt entsprechende Bestätigungen der Schule und ärztliche Atteste (u. a. sonderpädagogische Gutachten) zur Vorlage beim Sozialamt eingeholt werden.

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Mehlert (Tel. 04821/69 408) zur Verfügung. Ein Antragsvordruck wird Ihnen auf Anfrage gerne zugesandt.

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