„Respekt für Retter“: Starker Auftakt für eine Kampagne, die bewegen will – persönliche Geschichten, ehrliche Einblicke und eine gemeinsame Botschaft für mehr Respekt und Wertschätzung
Gruppenbild mit allen Gesprächspartnern (Vertreter der Blaulichtfamilie): v.l. Herr Trede, stellvertretende Leitung und Oberregierungsrat beim Zoll, Dr. Hans Treinies, Dezernent der Kreisverwaltung, Dr. Pabst, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Itzehoe, Sarah Uhl, Kreissprecherin, Herr Matthiesen, Behördenleiter der Polizei, Peter Labendowicz, Kreispräsident, Herr Peters, Vertreter des DRK- Kreisverband Steinburg, Herr Lobitz, Kreiswehrführer des Kreisfeuerwehrverbandes Steinburg und Herr Guericke, Ortsbeauftragter des THW-Ortsverbandes Itzehoe. © Sophia Otto
Itzehoe, 1. Oktober 2026: Zuhören, hinschauen und gemeinsam etwas verändern: Mit einer besonderen Pressekonferenz ist am Donnerstag, den 1. Oktober, um 13 Uhr die Kampagne „Respekt für Retter“ von 110–112 offiziell im Kreis Steinburg gestartet.
Bereits zur Begrüßung wurde deutlich, wofür dieser Auftakt stehen sollte: „Dieser Tag soll für mehr stehen, als für einen Kampagnenstart. Dieser Start steht für Dialog, Gemeinschaft und den gemeinsamen Willen, etwas zu bewegen.“, so Kreissprecherin Sarah Uhl.
Kreispräsident Peter Labendowicz und Schirmherr der Kampagne „Respekt für Retter“, eröffnete die Veranstaltung mit einem eindringlichen Plädoyer für diejenigen, die tagtäglich Verantwortung für andere übernehmen.
Dabei stellte er eine zentrale Frage in den Mittelpunkt: Warum haben die sogenannten Blaulichtkräfte, insbesondere die vielen ehrenamtlich Engagierten, Anerkennung und einen respektvollen Umgang verdient?
„Die Antwort ist so einfach wie sie elementar ist: „Sie sind das Fundament unseres sicheren Zusammenlebens. Sie sind es, die dort hingehen, wo andere fliehen. Sie riskieren Leib und Leben, oft unter extremen Bedingungen, um Leben zu retten, zu schützen und um zu helfen.“
Peter Labendowicz machte damit deutlich, worum es bei „Respekt für Retter“ im Kern geht: um Menschen, die Verantwortung übernehmen, wenn andere Hilfe benötigen und um eine Gesellschaft, in der ihnen dafür mit Respekt und Wertschätzung begegnet wird.
Mit Herzblut gemeinsam entwickelt
Hinter dem Kampagnenstart stehen viele Monate gemeinsamer Arbeit. Neben Schirmherr Peter Labendowicz haben Dr. Hans Treinies, Dezernent der Kreisverwaltung, Marko Förster, Kreistagsabgeordneter und Sarah Uhl, Kreissprecherin die Kampagne für den Kreis Steinburg mitorganisiert, gestaltet und in enger Abstimmung miteinander auf den Weg gebracht.
Dabei ging es von Beginn an um mehr als einzelne Aktionen oder kurzfristige Aufmerksamkeit. „Respekt für Retter“ soll Menschen erreichen, Gespräche anstoßen und sichtbar machen, was Helferinnen und Helfer tagtäglich für die Gemeinschaft leisten.
Auch Marko Förster nahm die Gäste in seiner Rede mit hinter die Kulissen der Kampagnenentwicklung und schilderte persönliche Erfahrungen, die ihn während der Vorbereitung besonders bewegt und geprägt haben.
Persönliche Geschichten statt abstrakter Botschaften
Wie wichtig es ist, die Bevölkerung mitzunehmen und für die Realität des Helferalltags zu sensibilisieren, zeigte anschließend Dr. Hans Treinies. Mit Geschichten und Anekdoten aus seiner eigenen Wehrdienstzeit schlug er mit viel Witz und Charme die Brücke zwischen persönlichen Erlebnissen und der Botschaft der Kampagne.
Denn Respekt entsteht nicht allein durch Plakate oder Slogans. Er entsteht dort, wo Menschen einander zuhören, Erfahrungen teilen und verstehen, was Einsatz, Verantwortung und Hilfe im Alltag tatsächlich bedeuten. Genau dieser Gedanke führte unmittelbar zum Höhepunkt der Pressekonferenz: einer gemeinsamen Gesprächsrunde mit Menschen, die selbst wissen, was es bedeutet, für andere da zu sein.
Wahre Geschichten aus dem Helferalltag
Gemeinsam mit Kreispräsident Peter Labendowicz, Dr. Hans Treinies und Sarah Uhl kamen Vertreter verschiedener Bereiche der Blaulichtfamilie auf der Bühne miteinander ins Gespräch. Mit dabei waren Herr Matthiesen, Behördenleiter der Polizei, Herr Trede, stellvertretende Leitung und Oberregierungsrat beim Zoll, Dr. Pabst, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Itzehoe, Herr Peters vom DRK-Kreisverband Steinburg, Herr Guericke, Ortsbeauftragter des THW-Ortsverbandes Itzehoe, sowie Herr Lobitz, Kreiswehrführer des Kreisfeuerwehrverbandes Steinburg.
Es entwickelte sich eine lebhafte, offene und ehrliche Gesprächsrunde. Die Teilnehmer berichteten von Begegnungen, die ihnen besonders im Gedächtnis geblieben sind, von Momenten der Wertschätzung, aber auch von Situationen, in denen ihnen während ihrer Arbeit Respektlosigkeit begegnete.
Gerade diese persönlichen Geschichten machten greifbar, was hinter dem Begriff „Retter“ steht: Menschen mit ganz unterschiedlichen Aufgaben und Erfahrungen, die eines verbindet – der Wille, anderen zu helfen. Zum Abschluss stand deshalb bewusst die Frage im Raum, die über den Kampagnenstart hinausweist: „Was erhoffen Sie sich von „Respekt für Retter“ – und was soll sich im Umgang mit Ihnen auch über die Kampagne hinaus verändern?“ fragte Sarah Uhl, die die Moderation übernahm.
In einem Punkt herrschte große Einigkeit: Die Kampagne trägt eine wichtige Botschaft nach außen und kann dazu beitragen, Verständnis und Wertschätzung gegenüber all denjenigen zu stärken, die täglich für andere im Einsatz sind. Besonders treffend brachte es Frank Lobitz auf den Punkt:
„Diese Kampagne ist gut und wichtig. Aber ich hoffe, dass wir eine solche Kampagne in Zukunft nicht mehr brauchen – weil es ganz selbstverständlich ist, dass wir alle zusammenstehen als eine Gesellschaft, die sich gegenseitig unterstützt.“
Der Auftakt ist gemacht
Mit der Pressekonferenz ist der Startschuss gefallen. Doch der 1. Oktober markiert nicht das Ende einer Vorbereitung, sondern den Beginn der eigentlichen Kampagne.
In den kommenden Wochen wird „Respekt für Retter“ mit verschiedenen Aktionen im Kreis Steinburg sichtbar und erlebbar werden. Geplant sind unter anderem:
- Ein gemeinsamer Marsch in Uniform als Zeichen der Solidarität
- Ein Informations,- und Aktionsstand auf dem Wochenmarkt in Glückstadt
- Eine Aktion „Lichtermeer“ auf dem Abendmarkt Itzehoe
Dabei bleibt die Botschaft dieselbe: Respekt beginnt im Alltag. Beim Zuhören. Beim Hinschauen. Und bei der Erkenntnis, dass eine starke Gemeinschaft von den Menschen lebt, die füreinander einstehen.
