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Informationen zur Ukraine-Krise

Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zur Ukraine Krise, Informationen zur Situation von Geflüchteten aus der Ukraine und Unterstützungsmöglichkeiten.

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Sie möchten eine private Unterkunft für Geflüchtete anbieten? Bitte wenden Sie sich mit Ihrem Hilfsangebot per E-Mail an Ihre Stadt- oder Amtsverwaltung. Die für Ihren Wohnort zuständige örtliche Verwaltung finden Sie hier.

Wenn Sie sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren möchten, wenden Sie sich gerne an Silvia Bruns, Beratungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe, von der Koordinierungsstelle Integration unter 04821/69327 oder unter bruns[at]steinburg.de

 

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Die Situation um die Ukraine-Krise wirft viele Fragen auf. Einige der häufigsten Fragen werden hier beantwortet.


Aktuelle Informationen

KIEL. In Schleswig-Holsteins Impfstellen können ab Mittwoch (27.4.) Schutz suchende Menschen aus der Ukraine auch Standardimpfungen nachholen. Schutzsuchende Menschen haben zum Teil nicht die Standardimpfungen erhalten, wie sie in Deutschland üblich und notwendig sind.

„Für Menschen, die vor dem Krieg geflüchtet sind, stellen wir bestehende niedrigschwellige Impfmöglichkeiten zur Verfügung um neben Corona-Impfungen auch empfohlene Standardimpfungen nachholen zu können. An die vielen Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner, die mit geflüchteten Menschen arbeiten, sie betreuen oder anderweitig unterstützen möchte ich die Bitte richten, auf die Angebote und die empfohlenen Impfungen hinzuweisen und Geflüchtete bei der Wahrnehmung der Angebote zu unterstützen. Nutzen Sie dazu die Impfinformationen, die auch mehrsprachig zur Verfügung gestellt werden. Das ist ein wichtiger Beitrag für den Gesundheitsschutz“, appelliert Gesundheitsminister Heiner Garg.

Impfungen gehören zu den einfachsten und wirksamsten Mitteln beim Schutz vor schweren Erkrankungen.

Die Masernschutzimpfung ist zudem verpflichtend

-           für Asylbewerber und Geflüchtete bis vier Wochen nach Aufnahme in eine Gemeinschaftsunterkunft,

-           für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr beim Eintritt in den Kindergarten, Tagespflegegruppe oder in die Schule sowie

-           für Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder medizinischen Einrichtungen tätig sind wie Erziehende, Lehrerende, Tagespflegepersonen und medizinisches Personal (soweit diese Personen nach 1970 geboren sind).

Angeboten werden in den Impfstellen, die unter www.impfen-sh.de aufgeführt sind, neben den Impfungen gegen das Coronavirus folgende Standardimpfungen für geflüchtete Menschen:

-           Kombination gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen (Windpocken)

-           Kombination gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Polio

Diese Impfungen können im Rahmen der Öffnungszeiten ohne Termin in Anspruch genommen werden.

Auch die an die Impfstellen angeschlossenen mobilen Impfteams werden die Impfungen anbieten, beispielsweise zur Unterstützung der Mediziner in Sammelunterkünften in den Kreisen und kreisfreien Städten. Zu Beginn der Erweiterung des Angebotes hat das Land entsprechenden Impfstoff im Wert von rund 45.000 Euro in einer ersten Tranche gekauft, weitere Lieferungen können nach Bedarf erfolgen. Die Kosten der Impfstellen tragen Bund und Länder hälftig. Basis für das Vorgehen ist ein Beschluss der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Bundesländer und des Bundeskanzlers, die eine Erweiterung der Impfangebote für geflüchtete Menschen vor dem Hintergrund des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine vereinbart hatten. 

Das Gesundheitsministerium informiert auf verschiedenen Kanälen mehrsprachige zu Impfungen und hat Informationen eingestellt unter www.impfen-sh.de

- Medieninformation der Landesregierung

Die Hilfsbereitschaft in Steinburg für Menschen aus der Ukraine ist groß. Es gibt zahlreiche Initiativen von unterschiedlichsten Akteuren. Um einen Überblick über die Integrations- und Begegnungsangebote zu haben und diese gezielt an Interessierte weitergeben zu können, möchte die Koordinierungsstelle Integration des Kreises Steinburg diese gern sammeln.

Ob es um Sprachlern- oder auch Freizeitangebote im Bereich Musik, Sport, Spielen oder Anderes geht, ob Frauen- oder sonstige Begegnungstreffen organisiert werden, ob Spenden gesammelt oder ausgegeben werden: Bitte senden Sie Informationen zu Ihrem Angebot per Email an die Koordinierungsstelle (integration@steinburg.de). Die Bitte richtet sich sowohl an Privatinitiativen als auch an Institutionen und Vereine.

Wichtig ist, dass Sie Ihr Projekt kurz beschreiben: Inhalt, Ort, Termin und unbedingt natürlich AnsprechpartnerIn und Erreichbarkeit. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Ohne sie geht es nicht – die Katastrophenschutzeinheiten des Kreises.  Als Notunterkunft für die kurzfristige Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine wird aktuell die Eissporthalle - Elbe Ice Stadion – in Brokdorf genutzt. 

„Ohne die Unterstützung unserer Katastrophenschutzkräfte wäre weder die Unterbringung noch die Betreuung der Flüchtlinge dort möglich“, betont Steinburgs Kreispräsident Peter Labendowicz, der sich persönlich vor Ort ein Bild von der Lage machte. 

Da ist zum Beispiel das Deutsche Rote Kreuz, das in Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen einen wesentlichen Beitrag in Brokdorf leistet. Inwieweit würde es überhaupt möglich sein, in der Eissporthalle eine größere Anzahl Geflüchteter unterzubringen? – das war die Frage, die sich zunächst stellte. Unter der Leitung von Hans Hahnkamm, DRK, konnte mit Unterstützung des Betreibers zügig festgestellt werden, dass die Gebäude gute Voraussetzungen für die Unterbringung von ca. 200 Personen mitbringen. Mit Hilfe der Steinburger Feuerwehrbereitschaft wurde dann das Eis abgetaut und der Innenbereich des Stadions vom Wasser befreit.

Der Innenbereich wurde anschließend mit Bauzäunen und Folie in einzelne Zimmer mit je drei bis vier Feldbetten aufgeteilt. Die Abläufe für die Aufnahme wurden festgelegt, das Gebäude mit entsprechenden Schildern in drei Sprachen ausgestattet.  Gemeinsam mit THW und Feuerwehr wurde für zusätzliche Beheizung gesorgt, so dass nach drei Tagen Vorbereitung bereits die ersten Geflüchteten aufgenommen werden konnten.

Für die Betreuung der Gäste ist rund um die Uhr Personal des DRK Steinburg unter der Leitung von Peter und Nils Bräuß vor Ort. Dabei werden sie von von DLRG, Feuerwehr und Johannitern unterstützt. Die Verpflegung der Helfer und der Gäste wird vom Cateringbetrieb des Elbe Ice Stadions sichergestellt.

Beeindruckt ist Labendowicz, wie viel Hilfe es auch aus der Gemeinde gibt. Schnell waren die BrokdorferInnen bereit,  Kleidung oder Spielzeug, aber auch Freizeitaktivitäten anzubieten. Und Brokdorfs Kümmerin Dina Dittebrandt sorgte zum Beispiel dafür, dass Kleidung der Gäste über Nacht von Anwohnern gewaschen wurde. 

„Die Menschen aus der Ukraine, die im Kreis Steinburg angekommen sind, haben erhebliche Strapazen erlebt und eine ungewisse Zukunft vor sich“, betont der Kreispräsident. „Man merkt ihnen an, wie froh sie über die herzliche Aufnahme in Brokdorf sind. Und wie schön ist es, zu sehen, dass die Kinder beim Spielen ab und zu auch wieder ein Lächeln im Gesicht haben. Ich sage allen Engagierten, den Katastrophenschutzkräften, den Brokdorferinnen und Brokdorfern, aber auch allen anderen Beteiligten ganz herzlich Danke für Ihren Einsatz.“

Aktuelle Zahlen (Stand 22.03.2022):

  1. Die Zahl der bislang im Kreis Steinburg registrierten Flüchtlinge aus der Ukraine be-trägt ca. 446 Personen.
  2. Aufgenommenen/zugewiesene Flüchtlinge in Einrichtungen des Kreises
    a. Jugendherberge Glückstadt: 75 Personen. Seit 18.03.2022 alle im nachgela-gerten kommunalen Bereich untergebracht
    b. Eissporthalle Brokdorf: 52 Personen, die seit dem 22.03. zur Unterbringung in den nachgelagerten kommunalen Bereich verteilt werden
    c. Ex-Liliencron-Kaserne: Als Erstaufnahmeeinrichtung in Vorbereitung

Von zahlreichen Beteiligten wird aktuell die Aufnahme der Ukraine-Flüchtlinge im Kreis Steinburg mit viel Engagement vorbereitet. Ungeheuer wichtig ist unbedingt auch die Möglichkeit der Verständigung.

Dringend sucht die Kreisverwaltung deshalb Sprachmittlerinnen und Sprachmittler, die russisch oder ukrainisch sprechen (oder auch schreiben). Unterstützung wird für verschiedene Einsatzbereiche so kurzfristig wie möglich benötigt. Wer helfen kann und möchte melde sich bitte unter der E-Mail-Adresse integration@steinburg.de.

Bereits jetzt halten sich zahlreiche Menschen aus der Ukraine auch bei uns im Kreis Steinburg auf. Damit die geflüchteten Menschen einen rechtlich abgesicherten Aufenthalt in Deutschland und mögliche Unterstützungsleistungen bekommen, müssen sie offiziell erfasst werden.

Die Ausländerbehörde des Kreises Steinburg bittet, dass sich alle Menschen aus der Ukraine an die örtliche Amts-/Stadtverwaltung wenden oder in Kontakt mit der Ausländerbehörde treten, gerne auch unter abh@steinburg.de . Eine E-Mail reicht zunächst aus. 

Hilfreich wäre auch die Übersendung der Personen- und Kontaktdaten sowie als Dateianhang die Personaldokumente/Reisepässe. Die Ausländerbehörde meldet sich bei allen, die eine Mail geschrieben haben.

Wir bitten die Steinburgerinnen und Steinburger, die geflüchtete Menschen aus der Ukraine bei sich privat untergebracht haben, diese beim Kontakt mit den Behörden zu unterstützen. 

"Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine hat das Innenministerium für Fragen zur Flucht aus der Ukraine insbesondere von Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteinern ein zentrales Postfach eingerichtet: Flucht-Ukraine[at]im.landsh.de.  Hier erfolgt gegebenenfalls die Vermittlung von Ansprechstellen oder der Hinweis auf Informationen, die seitens der Bundesregierung veröffentlicht worden sind" - so heißt es in einer Medien-Information des Ministeriums für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung vom 02.03.2022.

Weiter:
"Telefonisch können sich die Fragenden an das Innenministerium unter der Telefonnummer 0431 988-3369 wenden. Hier können sie auch Nachrichten auf einer Mailbox hinterlassen. Diese werden anschließend bearbeitet.

„Die Hilfsbereitschaft der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner ist nach wie vor riesengroß. Dafür danke ich jeder und jedem einzelnen von ganzem Herzen. Viele haben sich in den vergangenen Tagen auch bei uns gemeldet, um Hilfe anzubieten und zu erfahren, wie und wo sie helfen können. Dies wollen wir jetzt mit unserem Angebot unterstützen“, erklärt Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack.

Die Ministerin bittet um Geduld, sollten nicht alle Anrufe und Mails gleich bearbeitet werden können.

Ankommende Ukrainerinnen und Ukrainer können zunächst in den Landesunterkünften zur Ruhe kommen. Anschließend werden sie auf die Kommunen verteilt. Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner, die privaten Wohnraum für die Unterbringung zur Verfügung stellen oder sich ehrenamtlich engagieren wollen, sollten sich zunächst bei ihrer Gemeinde- oder Amtsverwaltung und den örtlichen Hilfsorganisationen erkundigen.

Informationen gibt es zusätzlich auf der Internetseite www.schleswig-holstein.de/ukraine.

Dort werden beispielsweise Fragen dazu beantwortet, welche Regelungen für die Einreise aus der Ukraine nach Deutschland gelten. Darüber hinaus gibt es dort auch Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten. Die Seite wird in den kommenden Tagen fortlaufend erweitert und aktualisiert."

Verantwortlich für diesen Pressetext: Dirk Hundertmark / Tim Radtke | Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung | Düsternbrooker Weg 92, 24105 Kiel Telefon 0431  988-3007 / -3337 | E-Mail: pressestelle@im.landsh.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/innenministerium.

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