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Kreis Steinburg wird erster energieeffizienter Kreis in Deutschland

Als erster Kreis in Deutschland wird Steinburg das „Energie- und Klimaschutzmanagement“ der Deutschen Energie-Agentur umsetzen. Im Kreishaus wurde jetzt die Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet.

Gemeinsame Pressemitteilung E.ON Hanse, dena, Kreis Steinburg

9. Dezember 2013

Kreis Steinburg wird erster energieeffizienter Kreis in Deutschland

E.ON unterstützt bei Einführung des „Energie- und Klimaschutzmanagements“ der Deutschen Energie-Agentur

Als erster Kreis in Deutschland wird Steinburg das „Energie- und Klimaschutzmanagement“ der Deutschen Energie-Agentur (dena) umsetzen. Unterstützt werden das Projekt und seine Einführung vor Ort durch E.ON. Ziel des Engagements ist eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz im Kreis und damit eine systematische Reduzierung des Energieverbrauchs und der Energieausgaben.

Im Beisein von Andreas Breitner, Innenminister von Schleswig-Holstein, unterzeichneten heute Landrat Torsten Wendt, Udo Bottländer, Vorstandsmitglied der E.ON Hanse AG, und Michael Müller, Projektleiter der dena, die Partnerschaftsvereinbarung im historischen Kreistagssaal des Kreishauses von Steinburg. Dabei erhielt Torsten Wendt als Symbol für die vielfältigen Möglichkeiten die Energieeffizienz zu steigern, die dafür notwendigen Werkzeuge überreicht.

„Mit dem Managementsystem der dena sind uns die notwendigen Werkzeuge in die Hand gegeben worden, um die Energieeffizienz in Steinburg nachhaltig zu steigern“, nahm Torsten Wendt die symbolische Werkzeugkiste in seine Ansprache auf. „Energie sparen wird immer wichtiger, nicht nur für Privathaushalte und Unternehmen, sondern auch für Kommunen. Daher haben wir entschieden, uns ab sofort noch intensiver mit diesem Thema zu befassen und alles zu tun, um Energieverbrauch und -kosten im Griff zu behalten“.

„Es gibt viele Gründe, Energie effizient einzusetzen: Es senkt die Kosten, spart Ressourcen und schont das Klima. Energieeffizienz ist ein Schlüssel zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele und ein wesentlicher Baustein unserer Unternehmensstrategie“, sagte Udo Bottländer zur Partnerschaft mit dem Kreis Steinburg und der dena. „Wir sehen dies als weiteren Baustein in unserer langjährigen, engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Kreis und hoffen, dass dieses Modell auch bald von weiteren Kommunen übernommen wird.“

„Kommunen tragen entscheidend zum Gelingen der Energiewende bei“, sagte der Vorsitzende der dena-Geschäftsführung Stephan Kohler zur Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass der Kreis Steinburg als vierte Kommune unser Managementsystem für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz einführt und so mit gutem Beispiel vorangeht.“ 

E.ON und dena werden Steinburg vom Aufarbeiten der Ist-Situation bis hin zur Maßnahmenumsetzung mit Erfahrungswerten und Knowhow unterstützen. Damit profitiert der Kreis von den langjährigen Erfahrungen der Partner. Übermäßiger Energieverbrauch kann so identifiziert und abgestellt werden. Im Rahmen dieses Managementsystems können zum Beispiel Maßnahmen wie die Wärmedämmung von Kreisliegenschaften, die Ausrüstung der Liegenschaften mit LED-Leuchten oder ein Mobilitätsmanagement in der Verwaltung untersucht und umgesetzt werden.

Der Prozess und die Werkzeuge für das Energie- und Klimaschutzmanagement wurden von der dena konzipiert, um den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen von Kommunen in den Bereichen Gebäude, Stromnutzung, Verkehr und Energiesysteme langfristig und systematisch zu senken. Das Programm ist in mehrere Schritte untergliedert: Zuerst sollen in der Kommune die notwendigen Organisationsstrukturen aufgebaut und die energetische Ausgangssituation analysiert werden. Danach können entsprechende Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen entwickelt, geplant und umgesetzt werden. E.ON begleitet den Kreis Steinburg in den nächsten Jahren bei der Einführung und Anwendung des Systems. Das Projekt „Energieeffiziente Kommune“ wird durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), E.ON und weitere Partner inhaltlich und finanziell gefördert. Die Umsetzung des Energie- und Klimaschutzmanagementsystems der dena im Kreis Steinburg erfolgt ebenfalls mit Förderung von E.ON.

Zur Projektvorbereitung wurde im Kreis Steinburg Johanna Behn als Energie- und Klimamanagerin eingestellt und eine Projektgruppe gebildet. Bereits in der Kreistagssitzung im September 2013 hat der Kreistag nach ausführlichen Beratungen im Umweltausschuss und im Bau- und Verkehrsausschuss das Energie- und klimapolitische Leitbild als ersten Baustein beschlossen. Ziel ist, im 2. Quartal 2014 einen Energiebericht vorzulegen. Zuerst muss dafür aber die Ist-Situation erfasst werden, was mit der Aufnahme von diversen Zahlen und Daten verbunden ist.

Mehr Informationen zum Energie- und Klimaschutzmanagementsystem der dena und möglichen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Kommunen gibt es unter http://www.energieeffiziente-kommune.de.

E.ON Hanse AG

Die E.ON Hanse Gruppe ist einer der größten Energiedienstleister in Norddeutschland. Sie betreibt über ihre Netzgesellschaften Schleswig-Holstein Netz AG und Hamburg Netz GmbH Strom- und Gasnetze in Schleswig-Holstein, Hamburg und Nordniedersachsen – hinzu kommen Gasnetze in Mecklenburg-Vorpommern. 

Die E.ON Hanse AG verfügt über einen technischen Netzservice, zwei große Erdgasspeicher und hält verschiedene energiewirtschaftliche Beteiligungen. Die Tochtergesellschaft E.ON Hanse Wärme bietet außerdem Wärmelösungen an und gehört zu den größten Betreibern umweltschonender Blockheizkraftwerke in Norddeutschland. 

Anteilseigner an der E.ON Hanse AG sind die elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie die E.ON Energie AG. An der Schleswig-Holstein Netz AG sind außerdem rund 200 Kommunen, an der Hamburg Netz GmbH ist die Freie und Hansestadt Hamburg als Anteilseigner beteiligt.

Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ist das Kompetenzzentrum für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und intelligente Energiesysteme. Das Leitbild der dena ist es, Wirtschaftswachstum zu schaffen und Wohlstand zu sichern – mit immer geringerem Energieeinsatz. Dazu muss Energie so effizient, sicher, preiswert und klimaschonend wie möglich erzeugt und verwendet werden – national und international.

Die dena entwickelt Märkte für Energieeffizienz und erneuerbare Energien und kooperiert dafür mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie engagiert sich in den Verbrauchssektoren Gebäude, Strom und Verkehr genauso wie in Fragen der Energieerzeugung, Vernetzung und Speicherung. Sie stößt vorbildliche Projekte an, zeichnet Vorreiter aus, berät Politiker, Hersteller und Dienstleister, qualifiziert Multiplikatoren, informiert Verbraucher, baut Netzwerke auf, bewertet Technologien, analysiert Auslandsmärkte und entwickelt Zukunftsszenarien.

Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung
Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung:
Michael Müller, Projektleiter der dena, Landrat Torsten Wendt, Andreas Breitner, Innenminister Schleswig-Holstein, Udo Bottländer, Vorstandsmitglied der E.ON Hanse AG
"Tools" für die Energieeffizienz werden überreicht
"Tools" für die Energieeffizienz werden überreicht:
Michael Müller, Projektleiter der dena, Landrat Torsten Wendt, Johanna Behn, Energie- und Klimaschutzbeauftragte der Kreisverwaltung, Ines Wittmüß, Leiterin des Amtes für Umweltschutz
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